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Korsika mit Kleinkind im Mai

  • Autorenbild: ElternReiseZeit
    ElternReiseZeit
  • vor 12 Minuten
  • 11 Min. Lesezeit

Als wir 2016 das letzte Mal diese faszinierende, bergige Insel bereisten, waren wir noch zu zweit auf je zwei Rädern unterwegs. Es war meine erste Motorradreise, auf der ich selbst gefahren bin. Jetzt ist alles anders.


Wir reisen zu dritt mit unserem Van. Adrian ist 21 Monate alt.


Vorbereitung

Wie auch zu unseren anderen Reisen, bereiten wir nicht viel vor oder planen eine Reise durch. Ich habe nur einige Blogs mit Tipps durchstöbert, Samu hat das Auto reisefit gemacht, wir haben die Fähre gebucht und gepackt. Bei der Buchung der Fähre würde ich euch empfehlen, mindestens eine Woche früher zu buchen, um einen Platz für die gewünschte Strecke und Uhrzeit zu bekommen und deutlich billiger weg zu kommen. Wir entschieden uns von Saona über Nacht mit einer Kabine nach Bastia zu fahren, in der Hoffnung erhöhter anzukommen. Mehr als vier Stunden Schlaf waren da allerdings nicht drin. Zurück ging es tagsüber von Bastia nach Genua. Weil die Überfahrt interessanter als Auto-Fahren für Adrian ist, es einen Indoor-Spielplatz und generell viel zu sehen gibt, gestaltet sich die Überfahrt tagsüber als deutlich entspannter als die kurze Nacht.

Beim Packen habe ich immer eine relativ ähnliche Liste. Kleidung für alle, unsere Koch-Kiste (Gaskocher, Espressomaker, Kaffee, Honig, Besteck, Öl, Salz, Tassen und Töpfe), Windeln und etwas Spielzeug für Adrian, Handtücher, Kosmetiktasche und ein voller Kühlschrank.

Der Mai ist für uns als Reisezeit ideal, da es schon warm genug zum Baden ist, man tagsüber aber die Sonne auch richtig genießen kann und sich nicht in den Schatten zurückziehen muss.


Naja, doch nicht ALLES anders.

Unser Reisestil hält uns nicht länger als zwei Nächte an einem Ort. Wir lieben es weiterhin zu campen und die wilde Landschaft auf einsamen Straßen zu entdecken. Regelmäßige Kaffeepausen dürfen, wie auf unseren Motorradreisen, auch nicht fehlen.


Unser Plan ist es, von Küste zu Küste immer über die Berge zu reisen, so dass wir tagsüber, vor allem zum Mittagsschlaf fahren und die Landschaft bestaunen können. Abends noch bei angenehmem Wetter am Strand spielen und spazieren ist dann an der Küste wunderbar möglich.


Die Anfahrt war bei uns über den Lago die Como beim Camping Europa Menaggio, wo wir unseren ersten Zwischenstopp machten. So mussten wir am ersten Tag nicht gleich so viel fahren und konnten bei einem Spaziergang in Menaggio ein Eis genießen und Adi konnte zahllose Steine im Wasser versenken, was ihm ungemein Spaß bereitet. Am nächsten Tag stand dann die restlichen Fahrt bis Savona an. Weil es nicht so viele km sind, ließen wir uns Zeit und machten erst noch einen Morgenspaziergang in die Stadt und zum Spielplatz dort, dass Adrian noch genug Bewegung vor der Fahrt hat. In Savona selbst gibt es einen kostenfreien Parkplatz beim Hafen und eine leckere Pizzeria gleich in der Nähe, was perfekt passt, wenn man abends ankommt und die Fähre erst um 23:30 Uhr abfährt. Ungefähr eine Stunde vorher darf man in den Hafen einfahren und sobald man dann reingefahren ist geht alles sehr schnell. Man sollte alles schon griffbereit vorbereitet haben, denn wenn man so lange wartet, bis einer neben seinem Auto parkt, läuft man Gefahr, nicht mehr aus dem Auto rauszukommen. Da Adrian schon schlief, nahm ich ihn in die Trage und wir bezogen unsere Kabine.





Ankunft in Bastia

Am frühen Morgen, noch vor 7 Uhr kommt die Fähre dann an. Um 5:30 Uhr muss man die Kabinen schon verlassen. Immerhin gibt es ab 6 Uhr Kaffee an Board und man kann den Sonnenaufgang auf dem Meer bestaunen. So früh ist außerdem noch kaum was los und man kommt schnell raus aus der Stadt. Im Morgenlicht scheint das Meer noch mehr zu glitzern und die Blumen noch schöner zu blühen. Oder ist das nur der Schlafmangel? Wie auch immer - als erstes machen wir einen Tagesausflug auf dem Cap Corsa.





Besonders gut gefällt uns das kleine Dorf Barcaggio, das man über eine schmale Straße erreicht. Im kleinen Hafen schwappen einige kleine Boote hin und her, es gibt zwei Eisdielen und Restaurants und in der Ferne sieht man Kühe am Strand liegen. Ja - Kühe am Strand. Weil Adrian diese Tiere besonders gern mag (Er sagt immer stundenlang Muuuh danach), müssen wir natürlich dahin laufen. Auch im Dorf Port de Centuri stoppen wir für einen Spaziergang mit Eis.Auch dieser Ort ist sehr klein, verfügt über einen kleinen Hafen und einige Restaurants. Man muss vor dem Ort parken, da der ganze Ort für Fußgänger reserviert ist, was den Spaziergang mit Kind entspannter macht.



Gegen Nachmittag machen wir uns auf den Weg zum gleichen Campingplatz, wie vor acht Jahren: San Damiano, einige km südlich von Bastia bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Außerhalb der Saison bekommen wir einen wunderbaren Platz, der große und der Babypool (mit cooler Rutsche) sind beheizt und man ist direkt am Meer. Von allen, die wir besucht haben, ist dieser definitiv der beste Campingplatz für Kinder. Auch größere Kinder haben auf dem riesigen Kletter Spielplatz ihren Spaß. Den nächsten Tag verbringen wir ganz hier und haben dabei von allem etwas: Spaß für Adi, Entspannung in der Hängematte, Spaziergang und Bad im Meer.






Über die Berge geht es als nächstes nach Porto, wo wir den Campingplatz Funtana del Oro wegen einer Empfehlung aus einem anderen Blog probieren wollen. Die Plätze sind groß, es gibt viel Auswahl und es ist sehr ruhig. Weiter oben sind Tiere hinter einem Zaun: Esel und Kühe, aber auch Katzen gibt es zu sehen. Am nächsten Vormittag wollen wir uns Ota, das Bergdorf gleich gegenüber vom Campingplatz ansehen. Wir sind schnell durch, denn im verschlafenen Ort treffen wir außer einer Katze niemanden und sind auch die einzigen Touristen, die auf die Idee gekommen sind, die Aussicht auf die Spelunca-Schlucht hier zu genießen. Hinter dem Dorf parken wir uns laufen ein Stück am Fluss Spelunca entlang. Adrian freut sich über das Platsch der Steine, die er im Wasser versinken lässt, Samu über ein Tzssch der Bierdose und ich über das Rauschen des Flusses. Wir finden den perfekten Ort für ein Picknick, Adrian kommt in die Trage und bis ich unser Essen hole, schläft er bereits. Ich schaffe es, ihn in den Buggy abzulegen und wir genießen eine der schönsten Mittagspausen auf dieser Insel. Auch der Nachmittag bereitet uns allen Freude: Wir parken am Strand von Porto, baden alle eine Runde und zelebrieren dann unseren lieb gewonnenen Eis-Spaziergang im kleinen Hafen-Örtchen. Es werden viele Bootstouren angeboten, was uns etwas an Mexiko erinnert, wo wir in Bacalar unsere erste und bis jetzt einzige Wasser-Tour mit Adrian erlebt haben. Am Abend gönnen wir uns noch eine Pizza (zum Mitnehmen) auf dem Campingplatz und schlafen sehr schnell ein.





Am nächsten Tag wollen wir wieder "die Seiten wechseln". Aber bevor es wieder an die Ostküste geht, lassen wir uns den Abstecher der Sackgasse zur Plage d'Arone nicht entgehen. Wir scheinen das einzige Auto zu sein, das diese malerische Straße bergab entlangschlängelt und besetzen vor dem Strand einen der drei Parkplätze. Ich will mir nicht vorstellen, was hier im August los sein mag. Jetzt können wir ungestört am Strand entlang laufen, mit Sand spielen und baden.




Über Vezzani geht es wieder auf die Ostseite der Insel, wo wir beim Camping Calamar bei Valle-di-Campoloro für gerade mal 17€ auf dem ruhigen und schattigen Olivenhain übernachten und am Strand spielen.





Westwärts überqueren wir die Berge erst durch das Defilé de lÌnzecca, über Chisoni, die D757 und dem Col de la Vaccia, wo wir die Mittagspause verbringen. Wer Pässe und Berge mag, ist in Korsika genau richtig. Damit wir abends wieder am Meer sein können, fahren wir zum Camping Chez Antoine bei Propriano, wo wir zwei Nächte bleiben, um uns einen Strandtag zu gönnen und die Stadt anzusehen. Beim Ausflug nach Propriano passiert Adrians dramatischstes Erlebnis auf dieser Reise: Er hat einen Flummi, den er nicht im Auto lassen will. Kaum steigen wir bei der Promenade aus, hüpft dieser in drei großen Sprüngen ins Meer. Tagelang ruft er wehmütig bei jedem Wasseranblick: "Wasser, Ball!".

Die Müdigkeit wegen des kurzen Mittagsschlafs tut ihr übriges und so ist er bei diesem Ausflug eher weinerlich, sodass sich unser Gedanke am Strand Pizza zu essen, erübrigt. Natürlich schläft Adrian auf der fünfminütigen Heimfahrt ein, denn wenn er im Kinderwagen beim Spazieren eingeschlafen wäre, hätten Mama und Papa in Ruhe Pizza essen können. So ist es eben manchmal und wir ärgern uns nicht, denn die Gelegenheit bietet sich bestimmt ein anderes Mal.




Nachdem Adrian sein Ball-Trauma halbwegs überwunden hat, fahren wir wieder durch die Berge über l'Ospedale nach Osten. Google Maps wollte uns über einen Forstweg abkürzen, nachdem es aber die Nacht vorher in den Bergen geregnet hatte und der Anfang schon sehr abenteuerlich aussieht, drehen wir um und verschonen Adrian durch das Gerumpel geweckt zu werden. In der Nähe von Porto Vecchio bleiben wir zwei Nächte im Camping les ilots d'or. Wir wiederholen auch hier das Vormittag-Strand-Abend-Stadt-Programm. Diesmal klappt es sogar mit der Pizza und die Aussicht von der oben liegenden Altstadt über den Hafen im Abendlicht ist ein Traum. Erst als wir wieder zu Hause sind, sehen wir, dass der Ausflug teurer war als gedacht: wegen 1km/h Geschwindigkeitsüberschreitung sind wir schnell über 40€ an den von vielen Korsen gehassten französischen Staat los. Mit den Motorrädern ist uns sowas nie passiert.





Den nächsten Tag geht es hoch hinauf. Erst hat man nur den Eindruck sehr weit oben zu sein: Die Blicke von Bonifacio auf die Küste sind beeindruckend. Von hier aus kann man fast Sardinien sehen, denn wir befinden uns ganz im Süden der Insel. Die historische Stadt ist ziemlich touristisch aber weil wir so früh dran sind, ist wenig los und wir können uns alles in Ruhe ansehen und Adrian rumlaufen lassen. Man fühlt sich wie in Italien, was daran liegt, dass Genueser hier lebten, nachdem die Stadt von Toskanern gegründet wurde.

Als es Zeit für Adrians Mittagsschlaf wird, füllen sich die Gassen bereits und die Sonne heizt die Kreidefelsen um uns auf. Es ist Zeit für eine Einschlaf-Auto-Fahrt in die Berge.

Über Aulène fahren wir Richtung Tattone durch die Berge und unter, durch und über Nebel. Wir sind immer wieder beeindruckt von Bergpanorama - egal ob in der Schweiz, im Pamir oder eben in Korsika. Berge haben etwas so magisches und beruhigendes an sich. An diesem Tag übernachten wir auch (zum einzigen Mal) in den Bergen beim Camping le Soleil, der besonders bei Wanderern beliebt ist, aber auch für Adrian einen kleinen Spielplatz zu bieten hat.





Eigentlich wollten wir am nächsten Tag in ein Café, in dem wir mit den Motorrädern besonders oft waren und uns oft an die Begegnung mit den Besitzern dort zurückerinnerten. Aber dazwischen liegen ja schon acht Jahre. Und Corona. Ich denke letzteres hat vor allem dazu geführt, dass es diesen für uns besonderen Ort nicht mehr gibt. Dafür dürfen wir so viele andere schöne Erinnerungen auf dieser Insel sammeln, also freuen wir uns auf den Tag. Er hat viel zu bieten: Wiedermal durch die Berge über Corte geht es nach Norden. Über kleine Sträßchen und schließlich eine Sackgasse wollen wir die Gorges de la Tartagine ansehen. Auch wenn wir im Auto gerade schweigen, weil Adrian schläft, - unsere Gedanken treffen sich im Jahr 2016, als wir mit meiner Husqy und Samus Bandit hier waren. Diese konnte mit dem Topcase diese ganzen Schlaglöcher nicht leiden und bereitete uns einen ungewollten Essensbrei zu. Damals sind wir umgekehrt und diesmal konnten wir - auch wenn die Schlaglöcher immer noch da waren - die Schlucht bis zum Ende genießen. Höhepunkt war für uns am Abend der Campingplatz, der uns von unserer Motorradreise am meisten in Erinnerung war: Camping Monte Cintu in den Gorges de l'Asco. Er liegt hoch in den Bergen an einem Fluss mit Gumpen, was bei Hitze eine Wohltat ist. Wir bleiben nur diese Nacht, weil wir ja erst Mai haben und das Wetter für den nächsten Tag auf der ganzen Insel relativ schlecht angesagt wurde.




Was schlechtes Wetter auf Korsika heißt

durften wir am nächsten Tag erfahren. Während es in ganz Europa bereits seit Tagen regnet, sollte heute auch diese Insel komplett in Regenwolken gehüllt werden. Wir fahren also raus aus der Schlucht, an die Küste um wenigstens mildere Temperaturen zu haben. Morgens tröpfelt es nur leicht und die Fahrt durch die Berge nach Calvi mit den Blicken durch die Gipfel aufs Meer ist traumhaft. Adrian schläft ein und wir kommen mittags in der Stadt an, also ist es noch zu früh zum campen. Also fahren wir noch stadtauswärts nach Süden, um einen schönen Platz für unsere Mittagspause zu finden. Die Wolken türmen sich auf und werden dicker. Mit dem unendlichen Blick auf Felsen und den Horizont am Meer wirkt das wie ein imposantes Schauspiel. Samu klettert noch schnell hoch zur Kirche Notre Dame de la Serra, das oben auf den Felsen über der Stadt und dem Meer thront. Um etwas dramatischere Landschaft zu bieten, beginnt es in Strömen zu regnen und auf dem Rückweg nach Calvi, wo wir einen Campingplatz suchen wollen um die Stadt zu sehen, ist nichts mehr von den Ausblicken vor einer Stunde zu erkennen. Nur noch nass und grau. Das Wasser sammelt sich auf den Straßen, Touristen in Ponchos retten sich in Läden und Restaurants. Wir kommen am Campingplatz an und stehen vor einer verschlossenen Rezeption. Auch ans Telefon geht niemand. Als wir nach einiger Wartezeit entscheiden, zu einem anderen zu fahren, haben wir doch Glück und bekommen einen Platz. Adrian darf eine Runde im Regen spielen und lässt Wasser in die Höhe platschen, wenn er mit voller Wucht seine Gummistiefel in die Pfützen befördert. Als Erwachsene haben wir die Freude an Regen etwas verloren, finden sie aber in solchen Momenten wieder. Bis wir duschen hört sogar der Regen auf und wir können uns auf den Weg zur Festung der Stadt machen. Diese gut erhaltene Zitadelle soll der Geburtsort von Christoph Columbus sein, beeindruckt uns aber vor allem mit der Aussicht aufs Meer und das Festland und dem Altstadt-Flair. Es sind trotz des Wetters viele Touristen unterwegs und manchmal befahren sogar Autos diese schmalen, sich auf und ab schlängelnden Wege.




Nach einer warmen Dusche und gutem Abendessen hinter den beschlagenen Scheiben unseres Busses sinken wir, wie nach einem Regentag schnell in unsere Kissen.


Weil uns die Ausblicke auf der Küstenstraße südwestlich von Calvi so sehr gefallen haben,

machen wir uns am nächsten Tag auf, um diese weiter zu erkunden. Der teil sehr schmale Weg, ist eben deswegen kaum befahren und offenbart immer neue Felsformationen, die wahrscheinlich schon ewig aus diesem klaren Wasser ragen. An einer schattigen Parkbucht gönnen wir uns eine Brotzeit und beobachten die Motorradfahrer, die das ewige auf und ab, links und rechts in vollen Zügen genießen. Wir haben es nicht eilig. Wir haben Zeit. Ich lege Adrian mit seiner Decke in den Kinderwagen und schlendere die Seitenstraße zum nächsten Dorf hinab und nach wenigen Minuten kann ich ihn im Schatten neben unserem Auto abstellen und mein Buch weiter lesen. Vielleicht eine Stunde lang können wir die Ruhe genießen, bis - wie aus dem nichts - ein Reisebus neben uns hält und die Reisenden ausspuckt, die sich an unserem Auto und Adi vorbeidrängen um Porto von hier aus zu fotografieren. Diese Art zu reisen gehört definitiv nicht zu meinen Wünschen und Träumen. Adrian schläft zum Glück weiter und wacht von selbst etwas später auf. Erst auf dem weiteren Straßenverlauf, schon fast in Porto angekommen, wundern wir uns, wie der Bus hier durchgefahren ist. Denn die Straße ist unglaublich schmal, Felsen ragen auf sie und es gibt kaum Ausweichbuchten. Als wir uns der Stadt nähern, gibt es kein Vorankommen mehr. In weiser Voraussicht halten wir vor dem Stau in einer Bucht. Ein Bus kämpft sich Millimeter um Millimeter an den Autos vorbei. Es wird gehupt, rückwärts gefahren und gerufen. Wow - mit dem Busfahrer möchten wir wirklich nicht tauschen.

Wir haben es schon geschafft und quartieren uns im Camping Porto ein, von dem aus wir einen Abendspaziergang in die Stadt machen können.




Fährprobleme - selbstgemacht

Entspannt fahren wir zum Camping San Damiano, der südlich von Bastia liegt und verbringen dort noch einen Strandtag, da die Fähre erst am nächsten Tag fährt - denken wir. Und so passiert es uns zum ersten mal im Leben, dass wir unsere Fähre verpassen und am nächsten Tag nochmal ein neues Ticket kaufen müssen. Es gibt bestimmt schönere Wege, fast 100€ auszugeben aber es lohnt sich auch nicht, sich den ganzen Tag deswegen zu vermasseln. Also akzeptieren wir es und genießen diesmal die Tagfahrt in der Fähre, wo Adrian den Spielplatz entdeckt, in der Trage schläft und mit anderen Kindern spielt. Am Abend finde ich spontan einen Campingplatz mitten in der Pampa (Camping E Maieu bei Garbagna) und wir werden positiv überrascht. Für 25€ dürfen wir in dem schön angelegten Campingplatz bleiben und das beste kommt noch: Wir laufen zu Fuß ins authentische, winzige Dorf und genießen die beste Pizza unseres Urlaubs auf einer schönen Terasse mit Sonnenuntergang auf dem Dorfplatz. Und das sogar für einen authentischen, italienischen Preis von gerade mal 10€ pro Pizza. So endet der Tag doch sehr schön und idyllisch, genau wie der Urlaub und wir sind für die letzten km am nächsten Tag erholt.




Was kostet so ein Camping-Urlaub mit Kind in Korsika?


Führ Autobahn und Sprit haben wir insgesamt 520€ ausgegeben. Das kommt bei 19 Tagen auf 27€ pro Tag im Schnitt.

Essen war mit 515€ eine fast genauso große Ausgabe. Darunter fielen Einkäufe im Supermarkt aber auch ab und zu mal Pizza oder Eis.

Die Campingplätze haben uns 390€ gekostet, was ca. 20€ pro Tag ist.


Insgesamt haben wir also für 19 Tage und uns drei fast 1500€ für 19 Tage gebraucht. Zusätzlich war noch der Fährenpreis, der aber sehr unterschiedlich ist, je nach Buchungszeit und Firma. Hin hat uns über 200€ gekostet und zurück unter 100€ (mal zwei :)).



 
 
 

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